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Du postest etwas auf Social

Du postest etwas auf Social Media.
Ein Gedanke.
Eine Meinung.
Vielleicht auch einfach ein Angebot.

Und plötzlich läuft im Hintergrund das eigentliche Programm.

Screenshots.

„Host scho gsegn?“
„Schau dir des an.“
„Was glaubt der eigentlich, wer er ist?“

Zack.

Der Post geht auf Wanderschaft.
Nicht im Kommentarbereich.
Nicht dort, wo man offen reden könnte.

Sondern in WhatsApp-Chats.
In kleinen Grüppchen.
Im digitalen Hinterzimmer.

Nach außen?

Da passiert meistens gar nichts.

Still mitlesen geht.
Screenshots verschicken geht.
Im Hintergrund berichten geht.

Aber kommentieren?

Ach bitte.

Dann müsste man ja öffentlich zu seiner Meinung stehen.
Dann müsste man vielleicht erklären, warum man etwas so sieht.

Und noch schlimmer:
Man müsste den eigenen Lästerschwestern und -brüdern erklären, warum man plötzlich offen redet statt hintenrum.

Also bleibt man lieber still.

Der moderne Dorftratsch funktioniert heute halt über Screenshots statt über den Gartenzaun.

Was ich daran besonders interessant finde:

Wenn es ums Lästern geht, funktioniert dieser Buschfunk unglaublich schnell.

Da läuft das Netzwerk wie ein Hochleistungsserver.

Aber stell dir einmal vor, derselbe Mechanismus würde auch dann so gut funktionieren, wenn jemand sein Business postet.

„Hey, ich biete das und das an.“

Und plötzlich würden dieselben Screenshots herumgehen mit:

„Host scho gsegn?“
„Das könnte für dich interessant sein.“
„Schau dir das mal an.“

Komischerweise wird der Buschfunk genau dort plötzlich sehr ruhig.

Beim Schimpfen sind sie schnell, die Heuchler.

Beim Unterstützen erstaunlich still.

Auch eine interessante Beobachtung.

#Buschfunk
#Heuchelei
#SocialMedia
#Menschen
#NachtWolf

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