Es gibt Leute, die nennen das schwierig, unbequem, egoistisch oder „du hast dich aber verändert“. Ja. Natürlich habe ich mich verändert. Das war verdammt nochmal der Sinn der ganzen Übung, denn ich wollte nicht irgendwann mit 80 dasitzen und feststellen, dass ich mein Leben lang eine gesellschaftlich verträgliche Version meiner selbst gespielt habe, damit Menschen mit mir zufrieden sind, deren Meinung ich nicht einmal bestellen würde, wenn sie gratis geliefert wird.
Früher dachte ich, Erwachsensein bedeutet, irgendwann über den Dingen zu stehen. Heute weiß ich, dass es hauptsächlich bedeutet, seine Rechnungen zu bezahlen, halbwegs zu wissen, wer man ist, und nicht mehr bei jedem fremden Furz die eigene Windrichtung zu ändern. Weniger Instagram-tauglich, dafür erstaunlich befreiend. Besonders dann, wenn du entdeckst, dass ein vollständiger Satz tatsächlich nur vier Buchstaben braucht: Nein.
Meine beiden Mittelfinger bedeuten deshalb nicht einfach „Fickt euch alle“. Das wäre billig, pubertär und spätestens ab einem gewissen Alter unnötig anstrengend für die Gelenke. Einer geht an die Erwartungen anderer Menschen, die sie mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit in deinem Leben abstellen, obwohl sie ihr eigenes kaum unfallfrei durch den Dienstag bekommen. Der andere geht an meine eigenen Ausreden, Selbstlügen und an dieses kreative kleine Arschloch zwischen meinen Ohren, das aus „Ich habe Angst“ in Sekunden ein intellektuelles „Der Zeitpunkt fühlt sich gerade nicht stimmig an“ basteln kann.
Genau deshalb habe ich „Reiß dich mal zusammen, du Lappen!“ geschrieben. Nicht weil Menschen grundsätzlich härter mit sich umgehen müssen, bis irgendwann Charakter aus den Ohren tropft. Sondern weil wir inzwischen verdammt gut darin sind, Stillstand so lange psychologisch zu marinieren, bis er plötzlich nach Selbstfürsorge, Prozessarbeit und persönlicher Entwicklung riecht. Manchmal brauchst du keinen neuen Podcast, keinen Morgenroutine-Hack und keinen Typen auf Instagram, der dir erklärt, dass Gewinner um 4:17 Uhr barfuß im Eiswasser ihre Steuererklärung machen.
Manchmal musst du schlicht aufhören, dich selbst zu verarschen.
„Reiß dich mal zusammen, du Lappen!“ findest du hier:
https://lappen.lifearchitect.at/
Das Gemeine daran ist, dass du anschließend vor dem nächsten Problem stehst. Denn wenn die Ausreden verschwinden, taucht plötzlich die Frage auf, wer zum Teufel du eigentlich bist, wenn du nicht mehr versuchst, allen zu gefallen. Willkommen bei „Authentizität Ungefiltert“, dem Arbeitsbuch für Menschen, die langsam den Verdacht bekommen, dass „Sei einfach du selbst“ auf Wandtattoos deutlich unkomplizierter aussieht als im echten Leben. Denn dein echtes Selbst hat gelegentlich die unverschämte Eigenschaft, anderer Meinung zu sein.
Authentizität heißt nämlich nicht, jeden Gedanken ungefiltert aus dem Schädel zu erbrechen und danach stolz „Ich bin halt direkt“ zu verkünden. Das ist keine Authentizität, das ist schlechte Impulskontrolle mit PR-Abteilung. Authentisch wird es dort, wo du unterscheiden lernst zwischen dem, was wirklich deins ist, und dem geistigen Sperrmüll, den Eltern, Lehrer, Beziehungen, Arbeitgeber, Social Media, Gurus und irgendein bewusstseinserweiterter Kevin mit Leinenhose über Jahrzehnte in deinem Kopf abgestellt haben.
Und da wird es plötzlich lustig. Denn sehr viele Menschen wollen authentisch sein, solange ihre Authentizität niemanden irritiert. Sie wollen Grenzen setzen, solange niemand enttäuscht reagiert, ihre Meinung sagen, solange niemand widerspricht, und frei sein, solange Mama, Papa, Chef, Partner, Freunde und der Algorithmus schriftlich bestätigen, dass sie weiterhin ein guter Mensch sind. Das ist keine Freiheit, das ist betreutes Selbstsein.
Du kannst nicht gleichzeitig ungefiltert leben und permanent prüfen, ob deine Existenz gerade fünf Sterne bei Google bekommt. Irgendwann musst du entscheiden, ob du dein Leben führst oder moderierst. Ob du Entscheidungen triffst oder Umfragen veranstaltest. Ob dein Rückgrat zur Serienausstattung gehört oder nur als Sonderzubehör im Prospekt steht.
„Authentizität Ungefiltert“ findest du hier:
https://ungefiltert-authentisch.lifearchitect.at/
Und genau deshalb passen diese beiden Bücher zusammen wie zwei liebevoll platzierte Ohrfeigen. „Reiß dich mal zusammen, du Lappen!“ kümmert sich um die Ausreden, hinter denen du dich vor deinem eigenen Leben versteckst. „Authentizität Ungefiltert“ kümmert sich um die Masken, hinter denen du dich vor anderen versteckst. Das erste fragt dich: „Wann hörst du auf, dich selbst zu bescheißen?“ und das zweite setzt sich danach gemütlich daneben und fragt: „Sehr schön. Und wer bist du jetzt eigentlich wirklich?“
Nur wäre es ziemlich dämlich, genau dort aufzuhören. Du hast deine Ausreden erkannt, deine Masken betrachtet, deine Muster analysiert und dich vermutlich an einigen Stellen selbst dabei erwischt, wie du seit Jahren denselben Bullshit mit wechselnder Verpackung kaufst. Großartig. Erkenntnis ist allerdings noch keine Veränderung, genauso wenig wie der Besitz einer Fitnessstudio-Mitgliedschaft automatisch einen Sixpack erzeugt.
Deshalb gibt es jetzt das KLARTEXT SYSTEM – 30 Tage Selbstführung ohne Ausreden. Kein Buch, das du liest, ins Regal stellst und anschließend stolz behauptest, du hättest „viel daraus mitgenommen“. Das Ding ist ein Workbook, und ein Workbook hat die unangenehme Eigenschaft, dass es etwas von dir will. Konkret führt es dich 30 Tage lang durch Selbstlügen, Disziplin, Grenzen, Entscheidungen und den Aufbau eines Systems, das auch dann noch funktioniert, wenn deine Motivation wieder beleidigt in irgendeiner Ecke liegt.
Du arbeitest nicht daran, eine perfekte Version deiner selbst zu erschaffen. Diese ganze Perfektionsnummer können wir ohnehin endlich beerdigen, sie hat genug Menschen beschäftigt. Du entwickelst klare Regeln, messbare Standards, eine Konsequenz-Linie und einen Plan dafür, was du machst, wenn du wieder in alte Muster zurückfällst. Denn Selbstführung zeigt sich nicht darin, niemals hinzufallen, sondern darin, wie schnell du aufhörst, aus einem Stolperer eine dreimonatige Identitätskrise zu basteln.
Und jetzt kommt der Teil, bei dem manche Menschen vermutlich kurz ihre kapitalismuskritische Lesebrille aufsetzen müssen. Meine 1:1 Sitzungen funktionieren nach einem anderen Prinzip: Du bezahlst, was du kannst und was es dir wert ist. Das mache ich bewusst so, weil ich persönliche Arbeit nicht davon abhängig machen möchte, ob jemand gerade die passende Zahl auf seinem Konto stehen hat. Trotzdem bedeutet das nicht, dass bei mir plötzlich alles gratis aus dem Himmel regnet und ich nachts meine Rechnungen mit guter Energie und Dankbarkeit begleiche.
Produkte haben bei mir einen Fixpreis. Bücher haben einen Fixpreis, Workbooks haben einen Fixpreis und das KLARTEXT SYSTEM hat einen Fixpreis. Nicht weil ich heimlich über Nacht zum Finanzhai mutiert bin, sondern weil Arbeit, Entwicklung, Gestaltung, Produktion und ein fertiges Produkt einen Wert haben. Zugänglichkeit bei persönlicher Begleitung und ein klarer Preis für ein Produkt widersprechen sich nicht – außer man besitzt die wirtschaftliche Vorstellungskraft eines angefeuchteten Toastbrots.
Also nein, ich werde dir hier keine künstliche Verknappung vorspielen. Kein „Nur noch 3 Exemplare verfügbar“, obwohl irgendwo eine Druckmaschine bereits gelangweilt mit den Augen rollt. Kein Countdown, der morgen wundersamerweise wieder bei 23:59:59 beginnt, und keine Behauptung, dass dein Leben implodiert, wenn du nicht innerhalb der nächsten sieben Minuten deine Kreditkarte zückst. Kauf es, wenn du bereit bist, damit zu arbeiten, und lass es bleiben, wenn du eigentlich nur noch ein weiteres Produkt sammeln willst, damit du dir erzählen kannst, du würdest gerade an dir arbeiten.
„Lappen“ gibt dir den Tritt gegen deine Ausreden. „Authentizität Ungefiltert“ zieht dir die Masken vom Gesicht. Und das „KLARTEXT SYSTEM“ stellt dir anschließend 30 Tage lang die nervige Frage, die am Ende sowieso zählt: Was machst du jetzt tatsächlich mit all dem, was du angeblich verstanden hast?
Wenn du nur Motivation möchtest, speichere irgendeinen Spruch mit Sonnenuntergang, Adler und dem Hinweis, dass Gewinner niemals aufgeben. Wenn du allerdings die unangenehme Vermutung hast, dass dein Problem vielleicht gar nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Umsetzung ist, habe ich zufällig drei äußerst unromantische Möglichkeiten für dich.
Die Ausreden zerlegen:
„Reiß dich mal zusammen, du Lappen!“
https://lappen.lifearchitect.at/
Die Masken runterreißen:
„Authentizität Ungefiltert“
https://ungefiltert-authentisch.lifearchitect.at/
Und danach 30 Tage lang tatsächlich etwas damit machen:
„KLARTEXT SYSTEM – 30 Tage Selbstführung ohne Ausreden“
https://lifearchitect.at/produkt/klartext-system-30-tage-selbstfuehrung/
Keine magische Transformation. Kein „Investiere in dich, weil du es dir wert bist“-Gesäusel. Du kaufst ein Produkt zu einem klaren Preis und entscheidest anschließend selbst, ob du damit arbeitest oder es zu deiner Sammlung ambitioniert gekaufter Selbstentwicklungsarchäologie legst.
Und wenn du keine Produkte willst, sondern mit mir 1:1 arbeiten möchtest, bleibt es dabei: Du bezahlst, was du kannst und was dir die Sitzung wert ist. Zwei unterschiedliche Modelle, weil ein persönliches Gespräch etwas anderes ist als ein fertig entwickeltes Produkt. Eigentlich nicht wahnsinnig kompliziert, aber das Internet schafft es bekanntlich auch, über die richtige Art ein Butterbrot zu schmieren einen Bürgerkrieg anzuzetteln.
Ich stehe weiterhin mit beiden Mittelfingern fest im Leben.
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lifearchitect.at/ • Selbstführung beginnt, wo Selbstbetrug endet





